Herzlich willkommen!

Die Organisierten Nachbarschaftshilfen sind Gruppen von überwiegend Frauen, die sich auf freiwilliger Basis einsetzen, um

  • ältere Menschen
  • behinderte Menschen 
  • pflegende Angehörige 
  • Familien in Not

im Alltag in deren Haushalten zu stärken... durch:

  • praktische Hilfen im Haushalt: Reinigung, Mahlzeiten zubereiten, Einkauf usw.
  • Begleitung: Spaziergänge, zu Ärzten, zu Behörden etc.
  • Entlastung: Betreuung des Angehörigen bei Abwesenheit, Beschäftigung des an Demenz erkrankten Angehörigen, niedrigschwellige Betreuungsleistungen nach § 45 Pflegeversicherungsgesetz v.a. für Demenzerkrankte
  • Eigenständige (grund-)pflegerische Hilfen können nicht übernommen werden

Die Nachbarschaftshelferinnen sind im Auftrag der jeweiligen Kirchengemeinde bzw. Sozialstation, Stiftung oder einer gGmbH ehrenamtlich tätig. Ihre Bereitschaft verstehen sie als Antwort und Herausforderung, sich als Christen und Bürger zum Dienst am Nächsten zu engagieren. Die Organisation des Einsatzes erfolgt über eine Einsatzleitung. Nachbarschaftshelferinnen sind in einem Team zusammengeschlossen und werden von der Einsatzleitung unterstützt. Nachbarschaftshelferinnen besuchen einen Einführungskurs und erhalten Gelegenheit zu Fortbildungen.

 

Die Einsatzleitung nimmt Anfragen von Angehörigen und hilfesuchenden Menschen entgegen und vermittelt eine geeignete, d.h. auf dem Hintergrund der jeweiligen individuellen Notsituation ausgewählte Helferin. Nicht in jedem Falle kann allerdings sofort eine Helferin vermittelt werden. Die Hilfeleistungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe werden unabhängig der religiösen Zugehörigkeit, der sozialen Stellung und der wirtschaftlichen Lage der Hilfesuchenden angeboten.

 

Für den Einsatz einer Helferin wird eine Gebühr erhoben, damit die Helferin eine Aufwandsentschädigung für ihren zeitlichen und sachlichen Aufwand erhalten kann und die sonstigen Ausgaben (Verwaltung, Fortbildung für Helferinnen, Versicherung) für den Träger finanzierbar bleiben. Die Höhe der Gebühren wird vor Ort vom jeweiligen Träger festgelegt. Eine Empfehlung  des Fachverbands ist: 9,25 € pro Einsatzstunde. Die Hilfe ist auf einen stundenweisen Einsatz begrenzt, kann jedoch bei Bedarf auch längerfristig erfolgen.

 

Die Gruppen (derzeit 51) und ihre Träger, i.d.R. die katholischen Kirchengemeinden, haben sich zur Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Organisierte Nachbarschaftshilfe in den Dekanaten Biberach und Saulgau zusammen-geschlossen. Derzeit gibt es verschiedene Initiativen zur Gründung oder Neugründung von org. Nachbarschaftshilfen im Landkreis Biberach. Einige Zahlen zu den Einsätzen im Jahr 2015: hier

 

Die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft liegt beim Fachdienst Hilfen im Alter der Caritas-Region Biberach-Saulgau und hat ihren Sitz im Caritaszentrum Biberach (Alfons-Auer-Haus, Kolpingstr. 43, 88400 Biberach), vgl.: http://www.caritas-biberach-saulgau.de 

 

Einzugsgebiet:

Das Dekanat Biberach entspricht dem Landkreis Biberach und das  Dekanat Saulgau dem östlichen Teil des Landkreises Sigmaringen (Mengen-Saulgau) und es gehört die Region Altshausen dazu (Landkreis Ravensburg).

 

Aufgabe der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft: 

Die Arbeitsgemeinschaft und ihre Geschäftstelle bei der Caritas Biberach-Saulgau (Fachdienst Hilfen im Alter) fördert und berät die örtlichen Nachbarschaftshilfegruppen und ihre Träger.

 

Die Arbeitsgemeinschaft arbeitet mit dem Fachverband für organisierte Nachbarschaftshilfe und Familienpflege: "Zukunft Famile e.V."  zusammen, der seinen Sitz in Stuttgart hat und die Anliegen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vertritt. Vgl.:   http://www.zukunft-familie.info/ 

 

Der Fachverband hat 2016 eine Befragung der Helferinnen und Einsatzleiterinnen initiiert; mit der Befragung wurde das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS) in Stuttgart beauftragt.

Gefragt wurde u.a. nach Art des Trägers, nach den Tätigkeiten als Helferin und Einsatzleiterin und deren Motive und Selbstverständnis, zu den Aspekten und Einschätzung der erhaltenen Aufwandsentschädigung und Auslagenersatz, zu Veränderungen und Entwicklungen bei den organisierten Nachbarschaftshilfen, zur Wertschätzung der Tätigkeit und ihren Formen, zur Gewinnung Engagierter, zur Zusammenarbeit mit Arbeitsgemeinschaften und Fachverband.

Die Auswertung der Fragebögen mit einem guten Rücklauf (bei Helferinnen 38,5%, bei Einsatzleiterinnen 64,7%) ist im Sommer 2016 beendet worden und die Ergebnisse werden im Herbst 2016 vorgestellt und diskutiert.


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Prospekt der AG Organisierte Nachbarschaftshilfe Biberach-Saulgau
2015-10-02 Flyer AG NBH pdf.pdf
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Leitbild org. Nachbarschaftshilfe
Leitbild Nbhi 2007.pdf
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Prospekt Organisierte Nachbarschaftshilfe Allgemein
Folder org. Nachbarschaftshilfe allgemei
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